Anleitung: Ihr erfüllendes 2024

Jahresrückblick Michael Geerdts

20.12.2023. Der letzte Tag auf Fuerte, in vier Tagen ist Heiligabend. Das Jahr ist so gut wie vorbei.

„Was sind Deine Ziele für 2024?“ habe ich gestern einem Newsletter gelesen. Sich Ziele zu setzen halte ich generell für sinnvoll, allerdings ist es für mich nur die halbe Miete.

„Ich möchte erst zurückschauen und von da aus vorne denken.“

Wie wollen Sie die Richtung neu bestimmen, wenn Sie Ihren Startpunkt nicht kennen?

In meiner Zeit als Fiez im Holzhandel – Azubi hat damals niemand gesagt – war zwischen den Feiertagen Inventur. Ich mag das Wort. Aus dem Lateinischen kommend bedeutet es „etwas finden“ oder „auf etwas stoßen.“

 Wir haben tagelang gezählt, gemessen und verglichen. Am Ende war klar, wie das Jahr gelaufen ist. Seit vielen Jahren nehme ich mir im Dezember einen ruhigen Moment, um meine ganz persönliche Inventur zu machen. Das hilft mir nicht nur die Segel neu zu setzen, sondern auch zu erkennen, was alles gut gelaufen ist.

Gerade bin ich fertig geworden. Ohne ihnen zu viel zu verraten, ich musste öfters schmunzeln. Wenn Sie Lust auf ihren eigenen Jahresrückblick haben, hier sind:

10 Fragen für ein erfüllendes Jahr 2024

1.) Was hat in diesem Jahr gut funktioniert?

Vorsicht, die Frage lautet nicht: „Was hat Ihnen gut gefallen?“, sondern, was hat gut funktioniert?

Jede Wette, ihnen fällt hier richtig viel ein! Was ist ihnen besonders leicht von der Hand gegangen? Worüber haben sie sich gefreut? Haben Sie ihre Ziele erreicht oder vielleicht sogar übererfüllt? Hören sie erst auf zu schreiben, wenn ihnen mindestens 20 Dinge eingefallen sind. Ernsthaft.

Beruflich habe ich einen neuen Großkunden gewinnen können. Ich habe mehr Trainings in englisch gehalten als in den Jahren davor. 2023 war für mich auch das Jahr der Vortragscoachings. Wenn sie nie wieder langweilig präsentieren möchten, sie wissen, wo sie mich finden.

Privat bin ich regelmäßig beim Sport und fühle mich fitter als mit 40. Kochen ist für mich nicht nur Ernährung, sondern auch mentaler Ausgleich. Gerade starte ich wieder in eine italienische Phase. Buon appetito.

2.) Haben Sie das auch gefeiert?

Jeder Erfolg verdient es gefeiert zu werden! Sie haben es verdient, sich auch zu belohnen. Gleichzeitig dient feiern als mentales Post-it für: Bitte mehr vom selben.

Ich nehme regelmäßige Auszeiten und gönne mir kleine Belohnungen. Klingt komisch, ist aber so.

3.) Was hat nicht so gut funktioniert?

Nicht jede Idee hat gezündet, nicht alles hat funktioniert. 2023 habe ich wie jedes Jahr einen fünfstelligen Betrag in meine persönliche Weiterentwicklung investiert. Nicht alles hat Früchte getragen – ich habe auch nicht alles konsequent umgesetzt. Und bitte fragen sie mich nicht, was mit meinem Buch ist.

Vielleicht ist auch bei Ihnen weniger schief gegangen, als Sie glauben. Rudi Carrell würde singen: „Lass Dich überraschen.“

4.) Was lernen Sie draus?

„Wer weiß wozu es gut ist.“ Bei diesem Satz balle ich innerlich die Fäuste. Trotzdem können wir aus den meisten Erlebnissen etwas lernen. Manchmal vergessen wir das nur, zumindest geht es mir manchmal so.

Ich werde zukünftig noch mehr auf mein eigenes Tempo achten. Manche Dinge gelingen mir sehr schnell, bei anderen brauche ich mehr Zeit als andere. Und das ist okay so.

5.) Welchen wichtigen Bereich haben sie vernachlässigt?

Der Tag hat 24 Stunden, ihrer genauso wie meiner. Sie treffen täglich Entscheidungen, womit sie diese Stunden füllen. Ein paar Dinge bleiben dabei auf der Strecke, manchmal auch die Wichtigen. Welche sind das bei Ihnen? Akquise? Zwei bis dreimal Sport in der Woche? Entspannte Stunden mit der Familie?

Ich wollte im Jahr 2023 mehr verreisen. Das hat schon gut geklappt und ich habe gemerkt, wie gut mir das tut.

6.) In welchen Bereichen werden sie etwas ändern?

Stundenlang in der Küche zu stehen und neue Rezepte auszuprobieren bringt mir einfach Spaß. Im nächsten Jahr möchte ich meine Lieblingsrezepte weiter perfektionieren. Ich möchte zwei Tage pro Woche auf Social Media verzichten und einen Tag im Monat komplett für mich haben.

Was wird es bei ihnen sein?

7.) Was werden sie auf keinen Fall mehr tun?

Kein virtuelles Kaffeetrinken mehr, um strategische Allianzen zu bilden und die Synergie-Effekte zu nutzen. Keine Meetings mehr, die auch eine Mail sein können. Punkt.

8.) Was ist ihr größter Traum für das kommende Jahr?

Träumen Sie groß. So richtig groß. Ich habe zwei Träume für 2024. Einer davon hat mit Kyoto zu tun. Mehr verrate ich ihnen jetzt aber nicht…

9.) Was ist der Traum dahinter?

Mehr Umsatz, mehr Follower auf Youtube, das dritte japanische Kochmesser? Völlig in Ordnung. Fragen sie sich: „Was steckt dahinter?“ Vielleicht steht hinter doppeltem Umsatz der Wunsch nach Ruhe und Sicherheit oder mehr Freizeit mit der Familie. Eventuell können Sie das auf anderem Weg viel leichter erreichen.

10.) Was ändert sich, wenn Sie dieses Ziel erreicht haben werden?

Ich weiß, das liest sich etwas verschwurbelt. Genau darin die besondere Kraft dieser Formulierung. Sie wissen ja: Worte wirken. Probieren Sie es ruhig einmal aus und schalten Sie Ihr Kopfkino ein.

Jetzt sind Sie dran…

Genug gelesen, jetzt sind SIE dran. Gönnen sie sich einen Moment Ruhe, vielleicht mit einem Tee oder Kaffee. Ich wünsche ihnen viel Freude und Überraschungen mit IHREN Antworten.

  1. Was hat in diesem Jahr gut funktioniert?
  2. Haben Sie das auch gefeiert?
  3. Was hat nicht so gut geklappt?
  4. Was lernen Sie draus?
  5. Welchen wichtigen Bereich haben Sie vernachlässigt?
  6. In welchen Bereichen werden Sie etwas ändern?
  7. Was werden Sie auf keinen Fall mehr tun?
  8. Was ist Ihr größter Traum für das kommende Jahr?
  9. Was ist der Traum dahinter?
  10. Was ändert sich, wenn Sie dieses Ziel erreicht haben werden?

Schreiben Sie mir gern Ihre Erfahrungen oder AHA-Momente in die Kommentare. Ich wünsche Ihnen ruhige, erholsame Feiertage ohne Handygebimmel und einen guten Start ins neue Jahr.
Bleiben Sie gesund!

Michael Geerdts
P.S.: Natürlich weiß niemand, was uns das kommende Jahr bringt. Aber wie sagte Nick, der Straßenkünstler aus London so schön: „It´s better to participate in life, than just being a spectator.“

Schlagwörter: , , Kategorien: Coaching, Kommunikation, Ziele
Nach oben